900 Jahre Freiburg - Lilian
Was Freiburg für mich bedeutet
Ich bin in Freiburg geboren, aufgewachsen. Ich habe mehr als 16 Jahre in dieser Stadt gelebt. Ich weiß nicht wie es ist, in einer anderen Stadt zu wohnen, zur Schule zu gehen, mehr als zwei Wochen in dieser Stadt zu verbringen. Wenn ich gefragt werde, wo ich herkomme, antworte ich -natürlich- wie aus der Pistole geschossen mit „Freiburg im Breisgau. Baden-Württemberg. Quasi Schwarzwald. Kennt man, gell?“
Aber, jetzt kommt der Knackpunkt, wirklich eine Heimat war Freiburg für mich nie, ist es immer noch nicht. Freiburg als Stadt ist ein Wohnort für mich. Zuhause ist für mich meine Familie, meine Freunde, meine Bezugspersonen. Der Geruch von frisch gebackenem Brot, Garten, frischer Luft, mit einem Hauch von Hund. Und das Meer. Am Meer habe ich mich schon immer zuhause gefühlt. Am liebsten deutsche Nordsee, Ostsee ist auch gut. Mittelmeer, Ijselmeer, schwedische Schärenküste. Auf die Frage „Wohin in den Sommerferien?“ gibt’s für mich meistens nur eine Antwort: Meer.
Ich weiß die Vorzüge von Freiburg sehr wohl zu schätzen: ich bin glücklich darüber als immer schmutziges „Draußen-Kind“ aufgewachsen und trotzdem kein Dorfkind zu sein. Ich finde es toll, nur zehn Minuten in die Stadt mit dem Fahrrad zu brauchen, und zehn Sekunden zu Fuß in den Wald. Ich fahre gerne Mountainbike, mag wandern, genieße den Ausblick aus unserem Wohnzimmerfenster.
Aber trotzdem fühle ich mich eingeengt. Der Himmel ist kleiner, wenn man von Bergen umgeben ist, es wird einem die Freiheit genommen bis zum Horizont zu schauen. Ich drehe mich im Kreis und sehe Berge. Keine endlose Weite, die Sicht ist begrenzt. Wenn ich für längere Zeit im Schwarzwald bin, fühle ich mich bedrängt. Die Berge kommen näher, die Schatten, die sie werfen werden plastischer, schwärzer.
Ich bin glücklich in Freiburg. Meine Kindheit war nicht überschattet von Familiendramen, bei uns herrscht Frieden, ich habe eine Familie, bei der ich mich geborgen und angenommen fühle, Freunde, für die das gleiche gilt... Kurz gesagt, alles was man als Jugendliche braucht um glücklich zu sein.
Ich möchte diesen Seminarkurs nutzen um Freiburg als meine Heimat zu entdecken, meine Geburtsstadt als mein Zuhause anzusehen. Ich möchte Freiburg näher kommen, es kennenlernen, indem ich mich mit seiner Vergangenheit beschäftige. Mit seinen Bewohnern, seinen Besonderheiten und den alltäglichen Dingen, die Freiburg prägen und diese Stadt für viele Menschen zur schönsten Deutschlands machen.
Freiburg – typisch oder untypisch?
Wie die meisten Fragen kann man diese nicht eindeutig beantworten. Zu manchen Zeiten war Freiburg sehr fortschrittlich, zu anderen aber auch weniger weit entwickelt als andere Städte. Um zur Frage nach typisch oder untypisch mehr herauszufinden haben wir uns in Gruppen mit jeweils zwei Jahrhunderten der Freiburger Stadtgeschichte beschäftigt.
Freiburg wurde im 12. Jahrhundert gegründet, als der Zähringer Berthold III. seinem Bruder Konrad das Land übergab und dieser beschloss eine Stadt zu gründen. Auf dem Gebiet lebten allerdings schon vorher Menschen, es gab also keine plötzliche Ansiedlung.
Das 13. Jahrhundert in Freiburg war geprägt vom Münsterbau und der Errichtung verschiedener Klöster. Das herrschende Geschlecht wechselte mehrmals, bis sich die Freiburger Bürger im Jahre 1868 nach Konflikten mit den Herrschern freikauften, sich dabei aber gleichzeitig an die Habsburger verkaufen mussten.
Betrachtet man den Handel zu dieser Zeit, lässt sich sagen, dass Freiburg ein Vorreiter war. Es wurde ein Münzsystem (der Rappen) und ein -bund eingeführt, was den Handel mit anderen Städten deutlich erleichterte.
Signifikant für das 14. Jahrhundert ist außerdem der Judenhass, der schon damals sehr präsent war und sehr lange andauerte. Erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Juden in Freiburg als Bürger anerkannt, nachdem sie im 15. Jahrhundert sogar aus der Stadt verbannt worden waren.
1448 wurde die Freiburger Universität gegründet, die auch heute noch eine große Rolle für die Stadt spielt. Ein weiteres wichtiges Ereignis war die Fertigstellung des Münsters, die 1513 erfolgte.
Trotz der Reformation blieb Freiburg im Gegensatz zum Umland katholisch und wurde Ziel vieler flüchtenden Katholiken.
Ein Ereignis bei dem Freiburg als typisch betitelt werden kann ist die Pestwelle in der Mitte des 16. Jahrhunderts. Mehrere Tausend Freiburger Bürger erlagen der Pest während dieser Zeit. Daraus folgte ein weiteres schlimmes Ereignis – die Hexenverfolgung. Mehr als Hundert Frauen und Männer wurden, aufgrund von äußerlichen Merkmalen verurteilt, als Hexen hingerichtet und für die Tode verantwortlich gemacht.
Im den folgenden zwei Jahrhunderten wurde Freiburg abermals von Herrscher zu Herrscher weitergereicht. Darunter auch Schweden, welches Freiburg während des 30 jährigen Krieges eroberte. Nach Kriegsende folgte eine Machtergreifung über Freiburg durch Frankreich und die Festung Vauban entstand.
1745 ergriffen die Habsburger erneut die Herrschaft doch die Herrschaftswechsel und Eroberungen hielten weiter an.
Ausgelöst durch Kriege und Belagerungen schrumpfte die Becölkerung Freiburgs gegen Ende des 18. Jahrhunderts auf 3000 Bürger.
Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde Freiburg an das protestantische baden übergeben, was zu einer Spaltung der Gesellschaft führte. Ein Teil wollte weiterhin zu den katholische Habsburgern sein, der andere teil sah in der Übergabe an die protestantischen Badner eine Chance.
Untypisch im 19. Jahrhundert war die Zugverbindung nach Offenburg, die 1845 eröffnet wurde. Das war erst wenige Jahre nach dem Bau der der ersten Zugstrecke in Deutschland. Die Verstädterung Freiburgs begann.
Untypisch war auch, dass Freiburg sich dazu entschied keine Industriestadt zu werde, sondern den Fokus auf den Tourismus zu legen, was unter anderem zu einem neuen Stadtbild, fortschrittlicher Mülltrennung und einem Straßenbahnnetz führte.
Ein weiterer Fortschritt war, dass 1900 die erste Frau an der Freiburger Universität aufgenommen wurde.
Freiburg wurde nicht von dem Nationalsozialismus verschont. Die Synagoge wurde in der Reichspogromnacht zerstört und die Freiburger Juden wurden in das Konzentrationslager nach Gurs deportiert. 1944 wurde Freiburgs Innenstadt fast vollkommen zerstört, wobei der Münsterturm wie durch ein Wunder stehen blieb. Interessant ist auch, dass Freiburg am Anfang des Krieges schon einmal unter einem Luftangriff litt. Das Stühlinger wurde getroffen, jedoch waren es nicht die Alliierten, die die Stadt zerstörten, sondern die Deutschen selbst, die dachten sie seien schon über Frankreich. Dieses Ereignis nutzten die Nationalsozialisten dann als Propaganda und gaben den Franzosen die Schuld.
Nach dem Krieg und unter Belagerung durch Frankreich setzte der neue Oberbürgermeister alles daran, Freiburg möglichst schnell wieder aufzubauen.
Freiburg war zu der Zeit Landeshauptstadt von Baden, wurde dann jedoch 1952 nach einer Volksabstimmung Teil des Landes Baden-Württembergs.
Erst 1993 zogen die französischen Truppen ab, was erstaunlich spät ist.
Nach der Wahl des ersten grünen Oberbürgermeisters wird Freiburg zur Ökohauptstadt.
Seit dem zweiten Weltkrieg wächst Freiburg stetig, es werden neue Stadtteile gebaut und Gemeinden eingegliedert. Freiburg ist nach wie vor eine sehr beliebte Stadt, die vor allem durch die Nähe von Natur und Stadt gerade für Familien, aber auch Studenten und natürlich alle anderen Gruppen sehr attraktiv ist. Sie wird wohl weiterhin wachsen und auch ihren Status als fortschrittliche, touristenfreundliche Ökostadt wahrscheinlich so schnell nicht verlieren.
Was bis jetzt so in unserem Seminarkurs passiert ist...
In den letzten Sitzungen sind wir tief in die Vergangenheit Freiburgs eingetaucht. Dabei halfen uns der Zeitstrahl des SWR, die Dokumentationsreihe „Ach, Europa!“ und Präsentationen, die wir jeweils zu zweit über zwei Jahrhunderte vorbereitet und im Plenum gehalten haben. Das ganze diente dazu, sowohl einen Überblick über die Geschichte Freiburgs und seine Enstehung und Entwicklung zu gewinnen, als auch interessante Personen zu finden, die wir als Endprodukt des Seminarkurses modellieren und auf einer finalen Website präsentieren wollen.
Zwei weiterere wichtige Bestandteile des Projektes sind die Organisation und das Projektmanagement. Wir haben uns Gedanken gemacht, was Kriterien zur Auswahl der Personen, die wir in Form von Puppen präsentieren werden, sind. Muss es die Menschen wirklich gegeben haben, also sollen es wichtige Freiburger Persönlichkeiten, die bereits bekannt und erforscht sind sein? Oder können die Puppen als fiktive Persönlichkeiten verschiedene Jahrhunderte oder Bevölkerungsschichten repräsentieren? In einem Punkt waren wir uns einig: keine Gebäude und sehr wahrscheinlich auch keine Tiere, nur Menschen zu denen sich ein Charakter, eine Persönlichkeit und eine Geschichte herdenken lassen.
Außerdem haben wir verschiedene Gruppen mit verschiedenen Aufgabenfeldern gebildet: Finanzen, Design und öffentliches Auftreten.
Heute haben wir Besuch von Daniela Häbig, der Künstlerin, die uns bei der Produktion der Puppen unterstützt, bekommen. Sie hat uns das Vorgehen bei der Herstellung einer solchen Puppe schrittweise erklärt und schon ein bisschen über den Zeitaufwand erzählt.
Wie wir unsere Freiburger Persönlichkeiten zum Leben erweckt haben
- Skizzen; Position und Körperhaltung überlegen; Farbgebung
- Drahtgestell formen
- Pappmaché x2
- mit Bauschaum füllen
- weiße Grundierung
- Farbe
- Bootslack x2
- FERTIG :)
Herdern und seine Villen
Ich habe heute meinen Zahnarzttermin mit einem Spaziergang durch Herdern verbunden und musste die ganze Zeit an die reichen Bürger aus ganz Deutschland denken, die im 19.Jahrhundert vor der Cholera und indirekt auch vor der Industrialisierung flohen und in Freiburg, als eine der einzigen Städte, die Flüchtlinge aus mit Cholera befallenen Gebiete aufnahm, Asyl fanden. Freiburg blieb tatsächlich von der Cholera Epidemie verschont, das Konzept ging also auf.
Statt auf Industrialisierung setzte der damalige Bürgermeister Winterer auf Gesundheitsdienstleistungen und Tourismus, sowie Sanatorien und Heilbehandlungen (Zitat: Herr Kaltenbacher) und war so sehr attraktiv für Bürger aus guten Verhältnissen, die der Epidemie entfliehen wollten.
. Ich habe ein Paar der Villen fotografiert, unter anderem auch das "Haus Immental", in dem sich momentan eine Apotheke befindet. Aus Interesse habe ich in der Apotheke nachgefragt, wie lange diese schon existiert. Das wusste die Apothekerin leider nicht, aber sie hat erzählt, dass es früher mal ein Gasthaus mit Biergarten war. Vielleicht verbirgt sich ja ein reicher Ex-Hamburger dahinter, der sich in Freiburg ein Leben aufgebaut hat?
Ich habe heute meinen Zahnarzttermin mit einem Spaziergang durch Herdern verbunden und musste die ganze Zeit an die reichen Bürger aus ganz Deutschland denken, die im 19.Jahrhundert vor der Cholera und indirekt auch vor der Industrialisierung flohen und in Freiburg, als eine der einzigen Städte, die Flüchtlinge aus mit Cholera befallenen Gebiete aufnahm, Asyl fanden. Freiburg blieb tatsächlich von der Cholera Epidemie verschont, das Konzept ging also auf.
Statt auf Industrialisierung setzte der damalige Bürgermeister Winterer auf Gesundheitsdienstleistungen und Tourismus, sowie Sanatorien und Heilbehandlungen (Zitat: Herr Kaltenbacher) und war so sehr attraktiv für Bürger aus guten Verhältnissen, die der Epidemie entfliehen wollten.
. Ich habe ein Paar der Villen fotografiert, unter anderem auch das "Haus Immental", in dem sich momentan eine Apotheke befindet. Aus Interesse habe ich in der Apotheke nachgefragt, wie lange diese schon existiert. Das wusste die Apothekerin leider nicht, aber sie hat erzählt, dass es früher mal ein Gasthaus mit Biergarten war. Vielleicht verbirgt sich ja ein reicher Ex-Hamburger dahinter, der sich in Freiburg ein Leben aufgebaut hat?
Ich habe heute meinen Zahnarzttermin mit einem Spaziergang durch Herdern verbunden und musste die ganze Zeit an die reichen Bürger aus ganz Deutschland denken, die im 19.Jahrhundert vor der Cholera und indirekt auch vor der Industrialisierung flohen und in Freiburg, als eine der einzigen Städte, die Flüchtlinge aus mit Cholera befallenen Gebiete aufnahm, Asyl fanden. Freiburg blieb tatsächlich von der Cholera Epidemie verschont, das Konzept ging also auf.
Statt auf Industrialisierung setzte der damalige Bürgermeister Winterer auf Gesundheitsdienstleistungen und Tourismus, sowie Sanatorien und Heilbehandlungen (Zitat: Herr Kaltenbacher) und war so sehr attraktiv für Bürger aus guten Verhältnissen, die der Epidemie entfliehen wollten.
. Ich habe ein Paar der Villen fotografiert, unter anderem auch das "Haus Immental", in dem sich momentan eine Apotheke befindet. Aus Interesse habe ich in der Apotheke nachgefragt, wie lange diese schon existiert. Das wusste die Apothekerin leider nicht, aber sie hat erzählt, dass es früher mal ein Gasthaus mit Biergarten war. Vielleicht verbirgt sich ja ein reicher Ex-Hamburger dahinter, der sich in Freiburg ein Leben aufgebaut hat?
Ich habe heute meinen Zahnarzttermin mit einem Spaziergang durch Herdern verbunden und musste die ganze Zeit an die reichen Bürger aus ganz Deutschland denken, die im 19.Jahrhundert vor der Cholera und indirekt auch vor der Industrialisierung flohen und in Freiburg, als eine der einzigen Städte, die Flüchtlinge aus mit Cholera befallenen Gebiete aufnahm, Asyl fanden. Freiburg blieb tatsächlich von der Cholera Epidemie verschont, das Konzept ging also auf.
Statt auf Industrialisierung setzte der damalige Bürgermeister Winterer auf Gesundheitsdienstleistungen und Tourismus, sowie Sanatorien und Heilbehandlungen (Zitat: Herr Kaltenbacher) und war so sehr attraktiv für Bürger aus guten Verhältnissen, die der Epidemie entfliehen wollten.
. Ich habe ein Paar der Villen fotografiert, unter anderem auch das "Haus Immental", in dem sich momentan eine Apotheke befindet. Aus Interesse habe ich in der Apotheke nachgefragt, wie lange diese schon existiert. Das wusste die Apothekerin leider nicht, aber sie hat erzählt, dass es früher mal ein Gasthaus mit Biergarten war. Vielleicht verbirgt sich ja ein reicher Ex-Hamburger dahinter, der sich in Freiburg ein Leben aufgebaut hat?
Ich habe heute meinen Zahnarzttermin mit einem Spaziergang durch Herdern verbunden und musste die ganze Zeit an die reichen Bürger aus ganz Deutschland denken, die im 19.Jahrhundert vor der Cholera und indirekt auch vor der Industrialisierung flohen und in Freiburg, als eine der einzigen Städte, die Flüchtlinge aus mit Cholera befallenen Gebiete aufnahm, Asyl fanden. Freiburg blieb tatsächlich von der Cholera Epidemie verschont, das Konzept ging also auf.
Statt auf Industrialisierung setzte der damalige Bürgermeister Winterer auf Gesundheitsdienstleistungen und Tourismus, sowie Sanatorien und Heilbehandlungen (Zitat: Herr Kaltenbacher) und war so sehr attraktiv für Bürger aus guten Verhältnissen, die der Epidemie entfliehen wollten.
. Ich habe ein Paar der Villen fotografiert, unter anderem auch das "Haus Immental", in dem sich momentan eine Apotheke befindet. Aus Interesse habe ich in der Apotheke nachgefragt, wie lange diese schon existiert. Das wusste die Apothekerin leider nicht, aber sie hat erzählt, dass es früher mal ein Gasthaus mit Biergarten war. Vielleicht verbirgt sich ja ein reicher Ex-Hamburger dahinter, der sich in Freiburg ein Leben aufgebaut hat?
Ich habe heute meinen Zahnarzttermin mit einem Spaziergang durch Herdern verbunden und musste die ganze Zeit an die reichen Bürger aus ganz Deutschland denken, die im 19.Jahrhundert vor der Cholera und indirekt auch vor der Industrialisierung flohen und in Freiburg, als eine der einzigen Städte, die Flüchtlinge aus mit Cholera befallenen Gebiete aufnahm, Asyl fanden. Freiburg blieb tatsächlich von der Cholera Epidemie verschont, das Konzept ging also auf.
Statt auf Industrialisierung setzte der damalige Bürgermeister Winterer auf Gesundheitsdienstleistungen und Tourismus, sowie Sanatorien und Heilbehandlungen (Zitat: Herr Kaltenbacher) und war so sehr attraktiv für Bürger aus guten Verhältnissen, die der Epidemie entfliehen wollten.
. Ich habe ein Paar der Villen fotografiert, unter anderem auch das "Haus Immental", in dem sich momentan eine Apotheke befindet. Aus Interesse habe ich in der Apotheke nachgefragt, wie lange diese schon existiert. Das wusste die Apothekerin leider nicht, aber sie hat erzählt, dass es früher mal ein Gasthaus mit Biergarten war. Vielleicht verbirgt sich ja ein reicher Ex-Hamburger dahinter, der sich in Freiburg ein Leben aufgebaut hat?
Eine weitere Idee...
Die Figuren, die wir ausgewählt haben, sind Paradebeispiele der Gesellschaft, erfolgreiche, bekannte, geliebte, verehrte, bewundernswerte Persönlichkeiten, Das stört mich, denn es repräsentiert nicht die Realität. In der Bevölkerung einer Stadt gibt es nicht nur erfolgreiche, lobenswerte Menschen. Es gibt Gestrandete, Ausgestoßene, Verzweifelte. Das können Gefangene, Obdachlose, Süchtige oder auch Prostituierte sein. Ich habe mich, um die Ordnung nicht durcheinander zu bringen, mit Prostitution im 19. Jahrhundert beschäftigt.
Tatsächlich spielte diese aufgrund von
Entwicklung der Grossstädte und der damit verbundenen zunehmenden Anonymität, der Armut und Existenznot des vierten Standes, der gesellschaftlichen Umstrukturierungen, der Doppelmoral der bürgerlichen Gesellschaft, aber auch der aufkommenden Konsummärkte und der Vergnügungssucht eine große Rolle.
Auch die Urbanisierung und "Großstadt-Explosion" während der Industrialisierung förderte das Gewerbe.
Außerdem waren durch die Armut der Arbeiterfamilien auch Frauen gezwungen Geld zu verdienen. Durch die sowieso schon große Arbeitslosigkeit, war Prostitution oft die letzte Alternative.
Zusätzlich dazu gab es in den Städten einen Frauenüberschuss und so waren vor allem Frauen der zweiten Generation, also Töchter der Arbeiter, von Frauenelend und Arbeitslosigkeit betroffen und musste sich aus existenzieller Not prostituieren.
Charakteristisch für die Prostitution im 19. Jhd. war vor allem das öffentliche Auftreten.
Straßenprostitution, Prostituierte in Tanzlokalen und Varietés und bei öffentlichen festlichen Anlässen gehören zum Alltagsbild.
Zuvor war sogar die Kirche vielfach Betreiberin von Bordellen (z.B. in Mainz oder Straßburg). Damit wurde den Freudenhäusern als öffentliche Einrichtungen unter der Regie der Obrigkeit im städtischen Sozialgefüge ein fester Platz als soziale "Ventilfunktion" zugewiesen. Die Prostituierten, die in diesen Bordellen arbeiteten, standen unter der Kontrolle, aber auch unter dem Schutz der Stadt. Sie waren verpflichtet, sich im öffentlichen Leben und auch auf der Straße so zu kleiden, dass sie als Prostituierte erkannt wurden und damit auch der Verachtung preisgegeben waren. Die Prostituierte wurde zwar geächtet - aber nicht verleugnet. Im Gegensatz zu dieser zugelassenen Prostitution wurde die freie Prostitution schwer verfolgt und bestraft.
Seit Beginn des 19. Jahrhunderts nahm jedoch die Bedeutung der Bordelle rasant ab. Zumeist, weil die Bordelle oft an den Stadtrand und in die dunklen Viertel verdrängt wurden, was eine Folge davon war, dass sich die städtischen Anwohner gegen die Freudenhäuser wehrten.
An Stelle der Bordelle traten nun Tanzlokale und Kneipen.
Ab den 50er und 60er Jahren setzte sich die Straßenprostitution durch.
Für das 19. Jahrhundert wurde gerade die "Freie Prostituierte", bei der die Frauen höchstens noch einem Zuhälter unterstanden, prägend. Die Prostitution fand jetzt in der Öffentlichkeit statt, auf der Straße und in den Geschäfts- und Verkehrszentren, wo sich große Menschenmengen zusammenfanden. Auch ging damit eine Inflation der Preise einher. Konnten es sich früher nur gutbetuchte Männer leisten, in ein Bordell zu gehen, so waren die Liebesdienste der Dirnen im 19. Jahrhundert schon für fast jeden erschwinglich.
Stand in früheren Jahrhunderten das Dualdenken von "Gut" und "Böse" stark im Zeichen der Religion und unterschied zwischen Teufel und Gott, zwischen Hexen und Heiligen, so rückte an diese Stelle im 19. Jahrhundert ein moralisches Dualsystem von "sittlich bzw. moralisch gut" oder "unsittlich und damit schlecht". Zwar waren Religion und Frömmigkeit immer noch wichtig, doch bildeten sie nunmehr einen Teilaspekt dieses moralischen Wertesystems.
Während von sozialistischer Seite die soziale Ungleichheit für das Übel der Prostitution verantwortlich gemacht und damit das Bürgertum angeklagt wurde, sah man auf bürgerlich-konservativer Seite vor allem in der nicht mehr vorhandenen Erziehung und Religiösität die Ursachen.
Gerade in der Prostitutionsfrage ließ sich mit dieser Argumentation einiges rechtfertigen: Diesen Gedankengängen zufolge konnte man die Ursachen des sozialen Elends relativieren und nicht die finanzielle Not, sondern die nicht genügend moralische Erziehung der unteren Stände dafür verantwortlich machen, dass sich gerade aus den niederen Schichten die meisten Prostituierten rekrutierten. Diese Argumentationsweise kam der Doppelmoral des Bürgertums natürlich sehr entgegen, ließ sich doch damit die Prostitutionsfrage aus bürgerlicher Sicht bis zu einem gewissen Grad ethisch legitimieren - sie selbst wurden ja für diese Entwicklung nicht zur Verantwortung gezogen.
Bis ins letzte Drittel des Jahrhunderts wurde die Schuld an der ausufernden Prostitution allein den Frauen zugeschoben.
Erst allmählich wurden auch Stimmen laut, die die Schuld nicht nur beim Angebot, sondern gleichfalls bei den Konsumenten, den zahlenden Männern, suchten.
Dienstmädchen wurden von ihren Hausherren und deren Söhnen als sexuelles Freiwild betrachtet, im Fall einer Schwangerschaft jedoch sogleich entlassen, was diese häufig in die Prostitution trieb. Dienstmädchen waren gerade deshalb sehr beliebt, weil hier die jungen Herrensöhne ihre ersten Erfahrungen sammeln konnten, ohne der Gefahr der Ansteckung mit Syphilis und anderen Geschlechtskrankheiten ausgesetzt zu sein. Darüber hinaus kamen die Mädchen den Herren oft auf halbem Weg entgegen, hofften sie doch, durch eine mögliche Heirat sozial aufzusteigen. Auf Seiten der Hausherren und der Söhne hingegen betrachtete man den Geschlechtsverkehr als eine weitere Dienstleistung.
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Prostitution ein eher urbanes Phänomen war, das in den Anfängen die Arbeiterklasse, später aber auch alle anderen Klassen betraf. Die Prostitution im 19. Jhd. entwickelte sich von klassischen Bordellen zu öffentlicher Prostitution auf der Straße, in Lokalen und auch zur "Freien Prostitution".
In Freiburg war die Industrialisierung deutlich weniger präsent und ausgeprägt. Die Entwicklung der Prostitution verlief also wahrscheinlich auch anders als in anderen Städten.
Weitere Quellen: https://www.welt.de/geschichte/article117668216/Warum-die-Kirche-die-Prostitution-duldete.html , https://www.planet-wissen.de/gesellschaft/sexualitaet/prostitution_die_geschichte_der_kaeuflichen_liebe/pwiewiemusstensichprostituierteimmittelalterzuerkennengeben100.html , https://schnallentreiber.hpage.com/historisches/prostitution.html
Jeder fängt mal klein an - so wie wir. Aus einer gemeinsamen Vision haben wir zusammen Schritt für Schritt etwas Großes gemacht. Darauf sind wir stolz.
Unsere Arbeit ist unsere Leidenschaft und ein positiver Antrieb für jeden neuen Tag. Sie bringt uns dazu, Herausforderung als Chance zu verstehen und neue Ziele zu erreichen.
Wir sind erfahren, verlässlich sowie fokussiert auf gute Ergebnisse und wissen es zu schätzen, mit großartigen Kunden zusammenzuarbeiten.
Literatur zu Cecilia Corothee- einer Prostituierten des 15.Jahrhunderts
- https://www.welt.de/geschichte/article117668216/Warum-die-Kirche-die-Prostitution-duldete.html
- https://www.planet-wissen.de/gesellschaft/sexualitaet/prostitution_die_geschichte_der_kaeuflichen_liebe/pwiewiemusstensichprostituierteimmittelalterzuerkennengeben100.html
- https://schnallentreiber.hpage.com/historisches/prostitution.html
- http://www.lexikus.de/bibliothek/Die-Schicksale-der-Frauen-und-die-Prostitution
- https://www.spiegel.de/wissenschaft/bordelle-im-mittelalter-das-grausame-leben-der-prostituierten-von-noerdlingen-a-00000000-0002-0001-0000-000164407550
- https://www.tz.de/welt/wahrheit-ueber-diewanderhure-949819.html
- https://www.planet-schule.de/sf/multimedia-lernspiele-detail.php?projekt=mittelalter_frauenhaus
- https://www.zeit.de/wissen/geschichte/2013-11/prostitution-geschichte
- https://www.leben-im-mittelalter.net/alltag-im-mittelalter/liebe/sexualitaet/prostitution.html
- https://www.focus.de/kultur/kino_tv/vergewaltigt-und-vogelfrei-das-wahre-leben-der-wanderhuren_aid_718755.html
- https://www.grin.com/document/95241
- https://www.donnerhaus.eu/2019/11/sexcrimes-prostitution-im-mittelalter-geschichtskruemel-82/
Gegenstand 1 - Der Spiegel
- Selbstbild
- Schönheitsideale
- Anderen/Sich selbst gefallen
- Zeichen des Wohlstandes
- Zerbrechlich
- (Selbst)Reflexion
- Bestätigung
Unsere Unterstützer
Herr Kalchthaler...
...hat mit seinem unglaublichen Fachwissen und großem Einfluss viel weitergeholfen.
Frau Häbig...
...hat die Verwirklichung unserer Vorstellungen und Ideen ermöglicht und uns dabei geholfen 9 Persönlichkeiten aus der Freiburger Stadtgeschichte zum Leben zu erwecken.
Unsere zahlreichen Helferinnen
Sarah...
...ohne sie wäre Cecilia Dorothee jetzt lange nicht so schön. Ihre Ideen waren Gold Wert und ihre positive Energie sowieso.
Auch ohne unsere zahlreichen anderen Helferinnen wären wir wahrscheinlich nicht fertig geworden und hätten jetzt nicht so eindrucksvolle Figuren.